Interkulturelle Gewaltprävention durch Tanztheater in Hamburg Wilhelmsburg

 

 

Irinell Ruf

Die Soziologin, Choreografin, Regisseurin und Performancekünstlerin Irinell Ruf lebt und wirkt seit 2ooo in Hamburg. Irinell Ruf konzipiert und leitet Tanztheaterprojekte und verknüpft so Kunst mit Wissenschaft und Pädagogik.

Wertvolle Grundlagen sind der Ausdruckstanz, das methodische Vorgehen im Roy Hart Theater, Körperarbeit nach Ruth Zaporah, sowie die Lehren Stanislawskys und Augusto Boals, dieTätigkeitstheorie der kultur-historischen Schule nach Leontjew und die Reggiopädagogik. Irinell Ruf kooperiert mit der Hamburger Kunsthalle, dem Museum der Arbeit, und dem Ernst Deutsch Theater.

2001 konzipierte sie das Projekt »Wohin mit meiner Wut?« interkulturelle Gewaltprävention durch Tanztheater.

2oo2-2oo4 ist Irinell Ruf Projektleiterin im Rahmen von »Theater und Schule« (TuSch). Kooperation der GHR Schule Fährstraße mit dem Hamburg Ballett John Neumeier: 12 Schülerinnen und 5 Schüler zwischen 6 und 12 Jahren haben eine eigene Nussknackerversion »Wir knacken die Nüsse« inszeniert und im Ballettzentrum und im Malersaal des Deutschen Schauspielhauses aufgeführt. Über die Behörde für Bildung und Sport, Gunter Mieruch, ist eine DVD erhältlich
(http://www.li-hamburg.de/abt.rdl/rdl.sozietaeten/rdl.sozietaeten.4/index.html).

Kooperation der GHR Schule Fährstraße mit der Hamburgischen Staatsoper: Mit zwei 6. Klassen hat Irinell Ruf die Welten Elektropolis und die Südsee aus Erich Kästners Buch »Der 35. Mai — oder wie Konrad in die Südsee reist« bearbeitet. Entstanden sind die Tanztheater »Wirbel sich ordnender Namen« und »In der Südsee liegt kein Schnee«, gezeigt im Thalia Theater in der Gaußstraße. 12. 1. 2005 Choreographie »denn sie tranken regen« Jugendplattform »berauschende Tage« mit der 8. Klasse des Emilie-Wüstenfeld Gymnasium: Festivaleröffnung im Ernst Deutsch Theater,
Produktion „Sein im Nichtsein“, Jahrgang 13, Wirtschaftsgymnmasium Steilshoop H20 in Kooperation mit Olaf Bublay.

Kurz-Biografie: Irinell Ruf wächst zwischen New York, Algerien, Tunesien und Marokko auf. Diese Erlebnisse fließen maßgeblich in ihre Geschichte ein. Sie studiert »Entwicklungssoziologie« mit dem Schwerpunkt »Ägypten« an der Universität Bielefeld. Ihre Lehrforschung führte sie 1987 in Kairo mit Straßenhändlerinnen um die Moschee Sayyidda Zeinabs durch. 1992 veröffentlichte sie ihre Ost-West-Sichtweise in Bezug auf die Geschlechterverhältnisse. »Yaa Sayyidda, Du Großzügige, Du Kluge, Du Schöne« ist eine Hommage an die Frau im arabischen Raum, entgegen eurozentristischer Sehgewohnheiten. Die Forschung wurde 2003 als Promotion anerkannt.

1990-1993
Wissenschaftliche Mitarbeiterin des Oberstufenkollegs in Bielefeld für interkulturelle Curricularentwicklung.

1992
Geburt ihres Sohnes Kianush. Parallel bildet sie sich in Tanz und Theater in verschiedenen Schulen.

1994-1999
Schauspielerin der integrativen Tourneetheatergruppe »Götterspeise«. Sie leitet Präventionsprojekte in Schulen für das Forum für Kreativität und Kommunikation in Bielefeld. (http://www.forum-info.de)