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| Home | Interkulturelle Gewaltprävention durch Tanztheater in Hamburg Wilhelmsburg | |||||||||||||||
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Praxis Tanztheater ist selber tun »Zwei Beine hat der liebe Gott euch geschenkt, damit ihr auf beiden gleich gut steht, schulterbreit, parallel wie zwei Straßenbahnschienen. Bauchnabel, Nasenspitze und Augen sehen auf die Kugel, und wir nehmen die Arme hoch und strecken uns und gähnen.« »Werde weich wie Wackelpudding.« »Und ihr werft eine Orange in den Himmel und sie fällt und macht platsch.« »Sprecht so laut, dass die ganze Welt euch hört.« »Gehe ohne zu sprechen und ohne Berührung.« »Finde eine Partnerin und erzähle ihr was du am liebsten frühstückst.« »Finde einen Partner und entdecke mit ihm einen Schatz
in einer Höhle.« Die Klassenprojekte »Wohin mit meiner Wut?« aus der Bewegung in die Phantasie und Stimmung Tanz und Theater verbinden verschiedene Sprachen mit dem Körper und mit der Stimmung in der Stimme. Tanztheater in Schulklassen führt die Schülerinnen und Schüler in die Selbst- und Fremdwahrnehmung ebenso wie in die eigene emotionale Befindlichkeit und Phantasie. In den Projekten arbeiten sie gemeinsam und alleine, phasenweise Jungen und Mädchen getrennt. Sie diskutieren, was sie wütend macht und worin sie ihr Glück sehen. Aus diesem Material bauen sie ihre Szenen, entwickeln ihre Drehbücher, die am 4. Projekttag vor Publikum auf die Bühne kommen. Sie sind stolz auf sich und haben allen Grund es zu sein. »Wut ist mächtig und kommt aus mir heraus.«
Nadine, 12 Jahre Siehe auch: Schlüsselkompetenzen Tanzen und spielen, fördern die Schlüsselkompetenzen. Ich-Stärkung und Persönlichkeitsentwicklung sind eng mit den vorhandenen kreativen Potentialen verknüpft, die es für alle, Erwachsene und Kinder, sichtbar zu machen gilt. Kinder und Jugendliche erhalten langfristig die Möglichkeit, von der Emotion über die Motivation zur Creation, eigenständig und verantwortungsbewusst ihre Lebensrealität zu gestalten. Zwischen Realität und Fiktion ist es ein Partizipationsprojekt, das Demokratie Lernen von unten lebbar macht. Der Unterricht danach Zum Beispiel: Eine Klasse geht nach dem Klassenprojekt in die Hamburger
Kunsthalle. Sie sehen »die Frau und das Meer«. Die Museumspädagogin
fragt: Zurück in der Schule entwickelten sie eigenständig Szenen zum Thema Meer. Für den Computerunterricht fotografierten sie jeweils 4 Standbilder, speisten sie ein und schrieben in Comic-Sprechblasen ihre Texte am PC. 2. Klasse, Schule Fährstraße 2001 Evaluation Die Schülerinnen und Schüler bekommen vor den Klassenprojekten Fragebögen zur Selbsteinschätzung in Bezug auf ihre Fähigkeiten. Im Anschluss füllen sie einen detaillierten Fragebogen zu den Veränderungen nach dem Projekt aus. Studierende begleiten die Projekte mit Methoden aus der qualitativen empirischen Sozialforschung. Interkultureller Austausch Interkultureller Austausch bedeutet für uns, in Hamburg Grenzen zu überwinden und Sprünge zu machen über die Elbe in beide Richtungen. Interkultureller Austausch bedeutet für uns, in den Klassengemeinschaften Vorurteile zu erkennen und zu bearbeiten, um auf diese Weise, Diskriminierungen und rassistischen Weltbildern sehr konkret entgegenzutreten. Interkultureller Austausch bedeutet für uns: »In die Höhle gehen und Schätze finden.« Kunst und Kultur von unten »Wohin mit meiner Wut?« strahlt in den Stadtteil und aus dem Stadtteil heraus. Die Kinder und Jugendlichen werden in Berührung gebracht mit den verschiedenen Künsten, hören Musik, die ihnen fremd ist, sehen Bilder, die sie nicht kannten, produzieren Bilder, die andere zum lachen bringen, erfinden ihre eigenen Texte und Choreographien. Mit diesen veränderten Seh- und Hörgewohnheiten erleben sie das Museum oder das Stück im Theater mit der Klasse anders. »Wohin mit meiner Wut?« führt sie dazu sich selbst als Publikum ernst zu nehmen. »Kunst« und »Kultur« werden erlebt und tragen so zu Stadtteilentwicklung bei. Auch dies ist eine Form von »interkulturellem Austausch«. Die Grenze zwischen Beckett im Hamburger Schauspielhaus und in der Schulaula fließt. Theorie Wir verbinden Psychologie und Soziologie. Wir ermöglichen den Kindern eine eigene künstlerisch-ästhetische Praxis. Unsere Wurzeln sind: »action theater«, Ruth Zaporah; »Roy Hart Theatre«; »Ausdruckstanz«, Martha Graham; »Tanztheater«, Fritz Joost; »Theater der Unterdrückten«, Augusto Boal; »Tätigkeit Bewusstsein Persönlichkeit«, Alexej Leontjew; »Reggio-Pädagogik«, Malagozzi. Uns alle verbindet ein emanzipatorisches Menschenbild, ein humanistisches Weltbild. Geschichte Dieses interkulturelle Projekt mit emanzipatorischer Zielsetzung
in Wilhelmsburg »Wohin mit meiner Wut?«, hat im April 2001
in der Grund-Haupt- und Realschule Fährstraße begonnen.
Im November 2004 haben wir einen Preis mit 2000.- Euro dotiert im
Wettbewerb
des »Bündnisses für Demokratie und Toleranz« der
Bundesregierung gewonnen. Seit 2004 unterstützt uns die BürgerStiftung
Hamburg. Seit 2007 hat sie die Trägerschaft für das Projekt "Wohin
mit meiner Wut" übernommen.Sie hat die Produktion eines Filmes ermöglicht. Er
ist als DVD zu beziehen. Diese Kooperation legte den Grundstein für
die positive Projektentwicklung 2006/2007. Seit 2007 ist “Wohin
mit meiner Wut?” ein Projekt der stadtweiten Quartiersoffensive “Lebenswerte
Stadt
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